Mittels vielfältiger Projekte bieten wir Hilfe für die nächste Generation und stellen damit die Weichen für die Zukunft der Minderheiten Rumäniens. Ohne Hilfe von außen ist es für die Kinder aus den dörflichen Gegenden Rumäniens nahezu unmöglich, weiterführende Schulen zu besuchen und Berufe und Fremdsprachen zu erlernen.
Der Fonds ist ein Projekt des Spree Agenten e.V. und wurde im Jahr 2008 von der Schauspielerin Susanne Berckhemer ins Leben gerufen. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit dem in Holzmengen ansässigen Vereins Hosman Durabil statt. Zur längerfristigen Umsetzung der Ziele dieses Fonds sind wir auf Spenden und Unterstützung angewiesen.
Aktuelles
Ein großes Dankeschön an alle Spender!
Wir möchten die VR-Bank Lech-Zusam eG und alle Teilnehmer des Juristenschafkopfturniers im März 2010 in Augsburg, organisiert von Herrn Endres, als großzügige Spender hervorheben.
Natürlich auch eine großes Dankeschön an alle anderen Spender wie Elaine Schöning, die uns während ihrer Ausbildung monatlich unterstützt hat. Danke.
Wir konnten durch diese Spenden schöne Projekte realisieren und weiterführen.
Natürlich auch eine großes Dankeschön an alle anderen Spender wie Elaine Schöning, die uns während ihrer Ausbildung monatlich unterstützt hat. Danke.
Wir konnten durch diese Spenden schöne Projekte realisieren und weiterführen.
Laufende Projekte 2010
After School Project geht 2010 in die 3. Runde - Bilder
Neues Theaterstück: Puternicul - der Starke
Der Fonds gibt einen finanziellen Beitrag zum aktuellen Theaterprojekt der Spree Agenten in Hosman/ Berlin.
Die erste Phase der Stückentwicklung fand im Juni 2010 in Hosman statt. Zehn Tage lang haben acht junge Berliner und acht Jugendliche aus Hosman unter der Regie von Susanne Chrudina eine erste Version des Stückes erarbeitet. Im Dezember 2010 kommen die rumänischen Jugendlichen nach Berlin und nach weiteren 10 Tagen gemeinsamer Arbeit wird das Endergebnis Puternicii-Die Starken am 9., 10. und 11. Dezember in der Box des Deutschen Theaters Berlin präsentiert.
PUTERNICUL - DER STARKE ist eine Theater-Videoperformance, die mit einem Ensemble junger Rumänen aus dem siebenbürgischen Dorf Holzmengen, jungen Deutschen aus Berlin und professionellen Schauspielern entwickelt wird. Die Auseinandersetzung mit Identität und Realität beginnt bei der Person des Spielers, die sich als Avatar, Comicfigur oder Superheld neu entwirft. Ausgehend von diesen utopischen Entwürfen werden Antworten auf die Frage gesucht, in welchem Verhältnis unsere Lebenswirklichkeit zu virtuellen Universen steht. Inwieweit werden – bewusst oder unbewusst – Strukturen, Normen und Hierarchien der gegenwärtigen Gesellschaft in Parallelwelten übertragen? Welche Ideale können dort verwirklicht werden? Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit? Grenzenloser Reichtum, Erfolg, Schönheit? Wer kann diese Ziele erreichen? Wer wird diskriminiert?
PUTERNICUL - DER STARKE verwebt zwei Erzählebenen, zum einen - ausgehend von der konkreten Lebensrealität des jungen Ensembles - die Welt der Spieler mit ihren Wünschen, Ängsten und Fantasien und zum anderen die virtuelle Welt des verheißungsvollen Computerspiels, in das alle Avatare immigriert sind. PUTERNICUL – DER STARKE spielt dabei mit Mitteln des Comics, des Videospiels, der Animation und des Figurentheaters. Grenzen verwischen, reale Spieler kommen mit virtuellen Figuren in Kontakt, Theater und digitale Oberfläche treten in einen Dialog.
Die erste Phase der Stückentwicklung fand im Juni 2010 in Hosman statt. Zehn Tage lang haben acht junge Berliner und acht Jugendliche aus Hosman unter der Regie von Susanne Chrudina eine erste Version des Stückes erarbeitet. Im Dezember 2010 kommen die rumänischen Jugendlichen nach Berlin und nach weiteren 10 Tagen gemeinsamer Arbeit wird das Endergebnis Puternicii-Die Starken am 9., 10. und 11. Dezember in der Box des Deutschen Theaters Berlin präsentiert.
PUTERNICUL - DER STARKE ist eine Theater-Videoperformance, die mit einem Ensemble junger Rumänen aus dem siebenbürgischen Dorf Holzmengen, jungen Deutschen aus Berlin und professionellen Schauspielern entwickelt wird. Die Auseinandersetzung mit Identität und Realität beginnt bei der Person des Spielers, die sich als Avatar, Comicfigur oder Superheld neu entwirft. Ausgehend von diesen utopischen Entwürfen werden Antworten auf die Frage gesucht, in welchem Verhältnis unsere Lebenswirklichkeit zu virtuellen Universen steht. Inwieweit werden – bewusst oder unbewusst – Strukturen, Normen und Hierarchien der gegenwärtigen Gesellschaft in Parallelwelten übertragen? Welche Ideale können dort verwirklicht werden? Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit? Grenzenloser Reichtum, Erfolg, Schönheit? Wer kann diese Ziele erreichen? Wer wird diskriminiert?
PUTERNICUL - DER STARKE verwebt zwei Erzählebenen, zum einen - ausgehend von der konkreten Lebensrealität des jungen Ensembles - die Welt der Spieler mit ihren Wünschen, Ängsten und Fantasien und zum anderen die virtuelle Welt des verheißungsvollen Computerspiels, in das alle Avatare immigriert sind. PUTERNICUL – DER STARKE spielt dabei mit Mitteln des Comics, des Videospiels, der Animation und des Figurentheaters. Grenzen verwischen, reale Spieler kommen mit virtuellen Figuren in Kontakt, Theater und digitale Oberfläche treten in einen Dialog.
Niculae kann weiterhin zur Schule gehen
Der 17 Jahre alte Niculae stammt aus einer traditionellen Zigeunerfamilie. Er ist ein sehr guter Schüler und hat die Aufnahme in die 9. Klasse eines der besten Gymnasien Sibius (Lyceum Octavian Goga) bestanden.
Den Eltern fehlt das nötige Geld und wollten ihn nun lieber nach Italien zum arbeiten mitnehmen. Durch unsere Unterstützung wir er nun seine Schulausbildung fortsetzen und auch einen Deutschkurs in Sibiu besuchen können. Das freut uns sehr.
Den Eltern fehlt das nötige Geld und wollten ihn nun lieber nach Italien zum arbeiten mitnehmen. Durch unsere Unterstützung wir er nun seine Schulausbildung fortsetzen und auch einen Deutschkurs in Sibiu besuchen können. Das freut uns sehr.
Bilder unseres alle 2 Monate stattfindenden Backworkshops
Chor und Musik April - Juni 2010
Von April bis Juni 2010 gab es mehrere kleine Musikworkshops mit Stefan Vaida (Gesang) oder Thorsten Werner (Percussion).
Unser großes Ziel ist es, eine regelmäßige Chor- oder Musikstunde einzurichten, da die Kinder eigentlich sehr musikalisch sind, es aber weder in den Familien noch in den Schulen praktiziert oder gefördert wird. Wir wollen eine Gruppe bzw. eine Gemeinschaft schaffen, zu der man gerne dazugehören will.
Wir sind immer noch auf der Suche nach den Menschen, die diese Gruppe für wenig Geld regelmäßig in Hosman leiten möchten und können.
Unser großes Ziel ist es, eine regelmäßige Chor- oder Musikstunde einzurichten, da die Kinder eigentlich sehr musikalisch sind, es aber weder in den Familien noch in den Schulen praktiziert oder gefördert wird. Wir wollen eine Gruppe bzw. eine Gemeinschaft schaffen, zu der man gerne dazugehören will.
Wir sind immer noch auf der Suche nach den Menschen, die diese Gruppe für wenig Geld regelmäßig in Hosman leiten möchten und können.
Bücher für alle
Es wurden nun für alle Schüler der Schule in Hosman Bücher bestellt, die sie vor Weihnachten von uns bekommen.
Jeder Jahrgang bekommt ein passendes Werk der spannenden oder bewegenden zeitgenössischen Literatur. Und wenn nur ein paar Schüler für sich bemerken, dass das eintauchen und versinken in Bücher eine große Freiheit und einen großen Genuss bedeutet und sie sich weiterhin für Literatur interessieren, dann hat sich diese Investition schon gelohnt.
Denn unser eigentlicher Traum eine schulinterne Bibliothek aufzubauen, wird auf Grund der fragwürdigen Leihkultur und des mangelnden Engagements der ortsansässigen Lehrer (nicht unsere Lehrer) nicht realisierbar sein.
Jeder Jahrgang bekommt ein passendes Werk der spannenden oder bewegenden zeitgenössischen Literatur. Und wenn nur ein paar Schüler für sich bemerken, dass das eintauchen und versinken in Bücher eine große Freiheit und einen großen Genuss bedeutet und sie sich weiterhin für Literatur interessieren, dann hat sich diese Investition schon gelohnt.
Denn unser eigentlicher Traum eine schulinterne Bibliothek aufzubauen, wird auf Grund der fragwürdigen Leihkultur und des mangelnden Engagements der ortsansässigen Lehrer (nicht unsere Lehrer) nicht realisierbar sein.
Susanne Berckhemer zur Idee dieses Fonds
Ich stamme zur Hälfte aus einer siebenbürgisch-sächsischen Familie. Meine Mutter verbrachte ihre Kindheit in einem Dorf nahe Hermannstadt (Sibiu).
Die meisten Siebenbürger Sachsen verließen Rumänien zwischen 1965 und 1990 aufgrund der politisch wie wirtschaftlich prekären Situation. Sie entschieden sich für ein neues Leben in Deutschland. Doch dies hatte seinen Preis - den Verlust der Heimat, die den Siebenbürger Sachsen noch immer sehr am Herzen liegt.
Die verlassenen Dörfer wurden nun von neuen Minderheiten übernommen, die das Kulturgut der Region nicht zu pflegen wussten und wenig weiterentwickelten. Deshalb wirken viele der Dörfer wie aus einer anderen Zeit.
Ich möchte den Kindern und Jugendlichen in diesen Dörfern zu einem stärkeren Gefühl für die Schätze ihrer Region verhelfen. Schätze, die auch und vor allem in ihnen selbst zu finden sind. Sie sollen ein Bewusstsein für sich, ihre Geschichte und die ihres Landes entwickeln dürfen, um dessen Zukunft mitgestalten zu können.
Im Rahmen der „Kulturhauptstadt Europa Sibiu 2007“ habe ich gemeinsam mit dem Team der Berliner Spree Agenten, Hosman Durabil und den Kindern und Jugendlichen des Dorfes Holzmengen das Theaterstück „Ein Dorf erzählt... Zalina“ erarbeitet und zur Aufführung gebracht.
Die Kinder in Holzmengen haben mich damals sehr berührt. Wir haben für eine gemeinsame Sache gekämpft, intensive Momente erlebt, von und miteinander gelernt. Ihre Neugier, ihr Wunsch zu wachsen, der Wille zu lernen, all das ist bereits in diesen Kindern angelegt - nur erwartet hier niemand etwas von ihnen. Ich möchte dabei helfen, die Kinder zu fordern und zu fördern. Es soll ein gesundes Maß zwischen der Wertschätzung des Bestehenden und der Ermutigung zu Neuem entstehen.
Gemeinsam mit meinen Freunden und Hosman Durabil möchte ich Strukturen ins Leben rufen, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden und vor allem Minderheiten einbeziehen, die in der jetzigen rumänischen Gesellschaft keine Chance haben. Rumänien ist ein Land, das sich gestalten und einen eigenständigen Platz in der Europäischen Union finden muss. Diese Kinder sind das Rumänien von morgen. Nur wenn sie fähig sind, ihr Wissen und ihre Kreativität einzusetzen, können sie ihr Leben und somit das Land in Zukunft prägen.
Dies ist mein sehr persönlicher Weg, dem Land meiner Herkunft zu begegnen, den Geschichten und Traditionen meiner Familie Tribut zu zollen.
Mit diesem Fonds möchte ich Räume schaffen, in denen junge Menschen früh ernst genommen werden, um sich später ihren Träumen und ihrem Land zuwenden zu können.
Die verlassenen Dörfer wurden nun von neuen Minderheiten übernommen, die das Kulturgut der Region nicht zu pflegen wussten und wenig weiterentwickelten. Deshalb wirken viele der Dörfer wie aus einer anderen Zeit.
Ich möchte den Kindern und Jugendlichen in diesen Dörfern zu einem stärkeren Gefühl für die Schätze ihrer Region verhelfen. Schätze, die auch und vor allem in ihnen selbst zu finden sind. Sie sollen ein Bewusstsein für sich, ihre Geschichte und die ihres Landes entwickeln dürfen, um dessen Zukunft mitgestalten zu können.
Im Rahmen der „Kulturhauptstadt Europa Sibiu 2007“ habe ich gemeinsam mit dem Team der Berliner Spree Agenten, Hosman Durabil und den Kindern und Jugendlichen des Dorfes Holzmengen das Theaterstück „Ein Dorf erzählt... Zalina“ erarbeitet und zur Aufführung gebracht.
Die Kinder in Holzmengen haben mich damals sehr berührt. Wir haben für eine gemeinsame Sache gekämpft, intensive Momente erlebt, von und miteinander gelernt. Ihre Neugier, ihr Wunsch zu wachsen, der Wille zu lernen, all das ist bereits in diesen Kindern angelegt - nur erwartet hier niemand etwas von ihnen. Ich möchte dabei helfen, die Kinder zu fordern und zu fördern. Es soll ein gesundes Maß zwischen der Wertschätzung des Bestehenden und der Ermutigung zu Neuem entstehen.
Gemeinsam mit meinen Freunden und Hosman Durabil möchte ich Strukturen ins Leben rufen, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden und vor allem Minderheiten einbeziehen, die in der jetzigen rumänischen Gesellschaft keine Chance haben. Rumänien ist ein Land, das sich gestalten und einen eigenständigen Platz in der Europäischen Union finden muss. Diese Kinder sind das Rumänien von morgen. Nur wenn sie fähig sind, ihr Wissen und ihre Kreativität einzusetzen, können sie ihr Leben und somit das Land in Zukunft prägen.
Dies ist mein sehr persönlicher Weg, dem Land meiner Herkunft zu begegnen, den Geschichten und Traditionen meiner Familie Tribut zu zollen.
Mit diesem Fonds möchte ich Räume schaffen, in denen junge Menschen früh ernst genommen werden, um sich später ihren Träumen und ihrem Land zuwenden zu können.
„Ein Dorf erzählt... Zalina“ – Die Initialzündung für den Fonds
Das Theaterprojekt „Ein Dorf erzählt… Zalina“ wurde im Rahmen der Kulturhauptstadt Europa Sibiu 2007 in Holzmengen realisiert. Die Vorbereitungen für dieses Theaterereignis, das mit dem Exzellenzpreis für das beste Programm der Kulturhauptstadt 2007 ausgezeichnet wurde, dauerten zwei Jahre.
In diesem Zeitraum entstanden aus ersten Begegnungen tiefere Bekanntschaften und Freundschaften. Dass so viele Kinder eine beeindruckende Entwicklung von den Proben zur bejubelten Aufführungen durchmachten, war ein Nebeneffekt, der den Initiatoren in seiner Dimension im Vorfeld nicht bewusst war.
Diese wissbegierigen Kinder nutzten jede Chance, sich zu entwickeln. Sie brachten den Theatermachern trotz aller Sprachbarrieren ein Vertrauen entgegen, wie es niemand erwartet hatte. Die Kinder entpuppten sich als kreativ, verspielt, neugierig und intelligent. Es wurden Seiten offen gelegt, für die im Alltag aufgrund der schweren Lebensbedingungen zu wenig Raum ist.
Die geweckten Wünsche, Träume und Talente nicht wieder verebben zu lassen ist einer der Gründe dafür, weshalb dieser Fonds ins Leben gerufen wurde. Zahllose Kunstprojekte profitieren heute vom „authentischen Leben“ weniger entwickelter Regionen. Doch nach den gemeinsamen Erfahrungen bleiben oft enttäuschte Hoffnungen und Leere zurück.
Dieser Fonds möchte einen verantwortlichen Umgang mit „site-specific-Art“ garantieren. Die Beteiligten sollen sich nicht nur für die Dauer eines Projekts einbezogen und geschätzt fühlen.
Diese wissbegierigen Kinder nutzten jede Chance, sich zu entwickeln. Sie brachten den Theatermachern trotz aller Sprachbarrieren ein Vertrauen entgegen, wie es niemand erwartet hatte. Die Kinder entpuppten sich als kreativ, verspielt, neugierig und intelligent. Es wurden Seiten offen gelegt, für die im Alltag aufgrund der schweren Lebensbedingungen zu wenig Raum ist.
Die geweckten Wünsche, Träume und Talente nicht wieder verebben zu lassen ist einer der Gründe dafür, weshalb dieser Fonds ins Leben gerufen wurde. Zahllose Kunstprojekte profitieren heute vom „authentischen Leben“ weniger entwickelter Regionen. Doch nach den gemeinsamen Erfahrungen bleiben oft enttäuschte Hoffnungen und Leere zurück.
Dieser Fonds möchte einen verantwortlichen Umgang mit „site-specific-Art“ garantieren. Die Beteiligten sollen sich nicht nur für die Dauer eines Projekts einbezogen und geschätzt fühlen.














































































